Meldungen aus unserer Kirchengemeinde

Keine Sozialberatung in der Lydia-Gemeinde während des Lockdowns

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Die Blätter fallen...

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
Als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
Sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
Aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
Unendlich sanft in seinen Händen hält.

Rainer Maria Rilke

November. Tag für Tag kämpfen sich Landschaftsgärtner durch die Blättermassen. Was unsere Bäume da Tag für Tag abwerfen, will gar kein Ende nehmen. Mit Laubbläsern versucht man, der Lage Herr zu werden. November. Der Monat, in dem es viel früher dunkel wird. In dem die Tage oft trübe sind, die Temperaturen fallen und wir bekommen langsam eine Ahnung vom nahenden Winter. November, der Monat, in dem wir unserer verstorbenen Mitmenschen gedenken, der Toten beider Weltkriege. November steht für Vergänglichkeit und Trauer. Am nächsten Sonntag ist Toten- oder Ewigkeitssonntag. Viele warten sehnsüchtig auf den Dezember mit seinen Weihnachtsvorbereitungen und Adventsfreuden.

November. In diesem Jahr ganz anders. Der erneute Shutdown ernüchtert uns. Was in einem Monat sein wird, wissen wir nicht. Wir können nur von Tag zu Tag schauen. Wer weiß, ob wir in gewohnter Weise Weihnachten feiern können? November – der Monat, der für Depressionen steht. In diesem Jahr gibt es viele Menschen, die aufgrund des Lockdowns in wirtschaftliche Not geraten sind. Restaurants, Kneipen, Kleinkunstbühnen, Musiker und Schauspieler, Inhaberinnen von kleinen Läden, die Gastrobranche – wann hat es zuletzt eine solche Krise gegeben? Auf der anderen Seite immer voller werdende Intensivstationen, es zeichnet sich ab, dass es zu wenig Pflegekräfte und Ärzte geben wird, wenn die Inzidenzzahlen so massiv weiter steigen. In diesem Jahr erscheint uns der November besonders grau. Gerade auch für die Menschen, die die Geselligkeit jetzt besonders vermissen: alte und kranke Menschen. Und in den Nächten fällt die schwere Erde aus allen Sternen in die Einsamkeit.

 

Blätter fallen. Zeitlos ist dieses Gedicht von Rainer Maria Rilke. Es beschreibt unsere Vergänglichkeit. Blätter fallen. Sie fallen mit verneinender Gebärde, als wollten sie sich nicht dem Schicksal der Vergänglichkeit, der Sterblichkeit ergeben. So wie wir! Wir wollen es nicht wahrhaben, kämpfen gegen das Altern an, meinen, es ginge immer so weiter. Aber nein, alles ist im Wandel, auch wir! Wir alle fallen, ausnahmslos. Und sieh dir andre an: es ist in allen. Ja, es ist in uns allen, in der gesamten Schöpfung angelegt, dass es uns nicht ewig geben wird. Wir sind der Vergänglichkeit unterworfen.  

Und doch liegt gerade in diesen fallenden Blättern etwas Gutes und Tröstliches. Die zunächst noch bunten Blätter malen die Farben des Sommers auf den Boden. Die Blätter haben eine wichtige Funktion in der Natur. Die Erde wird geschützt, sie braucht das Laub. Darunter finden Insekten, aber auch größere Tiere Unterschlupf. Die Blätter sorgen für fruchtbaren Boden. Die Natur zeichnet uns unseren Weg vor. Auch in den Herbstfarben liegt Schönheit, auch diese graue Zeit hat farbige  Momente. Gerade das Fallen der Blätter ist wichtig für die Zukunft und das Überleben der Natur.

Überhaupt die Natur: gerade, als es Anfang November (wieder) in den Shutdown ging, änderte sich das Wetter: der Herbst zeigte sich von seiner schönsten Seite. Die Temperaturen stiegen zum Teil noch einmal frühlingshaft an. Wieder einmal – wie im Frühjahr – konnten und können wir nach draußen gehen, die Natur in ihrer Farbenpracht genießen. Ich habe viele Familien gesehen, viel mehr Menschen sind unterwegs. Die Sonne erhellt unser Gemüt. Es ist, als ob die Natur spüren könnte, was wir brauchen.

Die Blätter fallen. Sie erinnern uns daran, dass sich alles wandelt, auch wir. Wir glauben an unsere Verwandlung. Wir glauben: „hinter dem Horizont geht`s weiter“. Wir leben aus der Zuversicht, von Hoffnung. Dass in allem, was dieser November und überhaupt die nächste Zeit mit sich bringt, etwas Gutes und Heilsames liegen kann. Wenn wir tiefer schauen als das, was uns täglich an Negativmeldungen und Klagen zu Augen und Ohren kommt. Und doch – so endet Rilkes Gedicht - ist Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält.

Eine Aussage, die Trotz ausdrückt – eine Wirklichkeit, die sich hinter der vordergründigen Wirklichkeit eröffnet, in unsere Wirklichkeit hinein. Das Fallen, die Vergänglichkeit ist begrenzt, eingerahmt in das Bild der auffangenden Hände Gottes. So wie ein Kind fällt und vom Vater oder der Mutter aufgefangen wird. Noch mal gut gegangen, noch mal Glück gehabt. Diese Wirklichkeit, aufgefangen und getragen zu sein, wirkt in unsere Erfahrungen von Todesangst, Sterben, Einsamkeit und Gewalt hinein. Auch, wenn uns der Alltag wie ein Grauschleier vorkommt. Sie – die Wirklichkeit Gottes ist da.

Selbst, wenn noch schlechtere Zeiten vor uns liegen, mit viel höheren Zahlen an Erkrankten und Corona-Toten, selbst, wenn Weihnachten, wie wir es kennen, eingeschränkt ist. Selbst wenn. Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält. Das ist unser Halt, mitten im Fallen.

Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten der Ev. Lydia-Kirchengemeinde

Liebe Gemeindeglieder,

Die Gottesdienste unserer Gemeinde finden unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt. Das Abstandsgebot gilt weiterhin. Die Plätze in den Kirchen sind nummeriert und die Sitzordnung wird erfasst. Sie erhalten am Eingang die Nummer Ihres Sitzplatzes.

Ferner besteht Maskenpflicht. Die Maske muss auch am Platz getragen werden. Vor Ort weisen Ordner ein. Da die Teilnehmenden- Anzahl begrenzt ist, wird dringend empfohlen, frühzeitig (möglichst eine halbe Stunde vor Beginn) zu erscheinen. Der Gottesdienst dauert maximal 45 Minuten. Gefährdeten Menschen oder solchen, die einer Risikogruppe angehören, werden nach wie vor Gottesdienste aus Radio und TV zu Hause empfohlen. Weitere Hinweise zur Teilnahme an den Gottesdiensten unter Corona-Bedingungen finden Sie hier.

Bleiben Sie behütet!

Ihre Lydia-Gemeinde

Eine besondere Adventszeit steht uns bevor - Digitaler Adventskalender

 

Liebe Gemeindeglieder der Gemeinden „Heilige Dreikönige“ und „Lydia“,

eine besondere Adventszeit steht uns bevor! Die absehbare Entwicklung der Corona-Pandemie führt dazu, dass lieb gewonnene Bräuche und Traditionen in diesem Jahr wohl ausfallen müssen. Dazu gehören für Sie vielleicht der Besuch eines Weihnachts­marktes oder die Weihnachtsfeier der Firma oder im Verein. Für uns in den Gemeinden bedeutet das leider auch: Vieles, was für uns gewohnt und vertraut ist, wird uns in diesem Jahr fehlen.

Wir haben uns darum etwas Besonderes ausgedacht, um mit Ihnen in Verbindung zu bleiben und mit weihnachtlicher Vorfreude ein Licht in die Adventszeit zu senden. Mitarbeitende der evangelischen Lydiagemeinde und der katholischen Gemeinde Hl. Dreikönige gestalten gemeinsam einen digitalen Adventskalender.

Und wo findet man den Adventskalender? Ganz einfach: Wenn Sie den Kalender erhalten wollen, senden Sie eine E-Mail an adventskalenderdontospamme@gowaway.lydia-do.de. Sie erhalten dann vom 1. bis 24. Dezember per E-Mail täglich einen Link zum jeweiligen Türchen des Kalenders.

Selbstverständlich können Sie den Adventskalender jederzeit wieder abbestellen. Auch hierfür genügt eine Nachricht an die genannte Adresse.

Wir weisen darauf hin, dass wir die uns übermittelte E-Mail-Adresse bis zum Ende des Kalenderversands ausschließlich zu diesem Zweck gesondert speichern und an keine andere Stelle weitergeben. Alle Empfänger-Adressen werden nach Abschluss der Versandaktion umgehend gelöscht.

Wir hoffen, Ihnen mit unserer Aktion eine Freude zu bereiten und wünschen Ihnen eine gesunde und trotz allem frohe Adventszeit.

 Ihre Seelsorgerinnen und Seelsorger aus den Gemeinden Heilige Dreikönige und Lydia

Besinnliche Vorlesestunde in der Vorweihnachtszeit

Weitere Informationen und eine Anleitung zur Einwahl finden Sie hier.

Wichtiger Hinweis

Auch die ev. Lydia Kirchengemeinde möchte ihre MitarbeiterInnen bestmöglich vor der Ansteckung mit dem Corona Virus schützen.

Aus diesem Grund ist unser Gemeindebüro, nur nach vorheriger Absprache geöffnet.

Sie erreichen uns persönlich montags-freitags 9 Uhr – 12 Uhr.

Ihre Anfragen und Anliegen können Sie auch gerne weiterhin postalisch, telefonisch oder

per E-Mail an uns weiterleiten, wir werden diese schnellstmöglich bearbeiten.

Sie erreichen uns telefonisch unter: 0231/83 58 56

Oder per E-Mail: buerodontospamme@gowaway.lydia-do.de

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

 

Bleiben Sie gesund!

Ihre Lydia- Kirchengemeinde

Gemeindewichteln

Um in dieser Zeit miteinander verbunden zu bleiben, wichteln wir Freundschaftsarmbänder. In den Geschenktüten, die ab dem 8.11. im Anschluss an die Gemeindegottesdienste erhältlich sind befindet sich alles, was Sie dazu brauchen: zurecht geschnittene Wollfäden, einen Knüpfrahmen aus Pappe und eine Anleitung. Reinschauen wie's geht können Sie auch unter dem folgenden Link: www.youtube.com/watch?v=4KwZMkVcuzk (den Papprahmen müssen Sie nicht mehr basteln). Beim Erhalt der Tüte erfahren Sie, für wen sie wichteln. Bitte bringen Sie die Geschenktüte mit der ausgefüllten Postkarte bis zum 5.12. ins Markuszentrum oder geben Sie bei unserer Vikarin Verena Tigges ab. Alle Teilnehmenden erhalten ihr Freundschaftsarmband mit persönlichem Gruß im Anschluss an den Gottesdienst am 6.12. im Markuszentrum.

Herzlich Willkommen

Vom Hafen über den Nordmarkt bis zum Borsigplatz erstreckt sich in der Dortmunder Innenstadt Nord das Gebiet unserer evangelischen Lydia-Gemeinde. Am 1. Juli 2007 ist sie durch den Zusammenschluss der drei Gemeinden Frieden, Markus und Paulus entstanden.

Vielfalt und Offenheit prägen unseren Stadtteil - für Vielfalt und Offenheit steht auch unsere Gemeinde. Evangelische Christen aus 62 Nationen gehören zu ihr. Sie finden ihren Platz in internationalen Gottesdiensten, Veranstaltungen, Gruppen und Kreisen. "Gemeinsam Kirche sein!" - das ist unser Ziel.

Ansprechpartner

GemeindebüroPfarrerinnen
und Pfarrer

Küsterinnen
und Küster

Das Gemeindebüro für alle
drei Bezirke finden Sie
im Lutherzentrum:

Flurstraße 41
44145 Dortmund

Tel. 0231-83 58 56
Fax 0231-86 02 75 1
E-Mail: buero(at)lydia-do.de

Unsere Gemeindesekretärin
Coleta Wemhöhner erreichen Sie
telefonisch zu folgenden Öffnungszeiten:

Dienstag: 9 - 11 Uhr
Donnerstag: 15 - 17 Uhr
Freitag: 11 - 13 Uhr

Das Projektsekretariat
"Internationale Gemeinde"
erreichen Sie per E-Mail: international(at)lydia-do.de

Gemeindekonto
IBAN DE87 4405 0199 0201 0005 05
BIC: DORTDE33XXX
Sparkasse Dortmund

Bezirk Frieden:
Carola Theilig
0231-81 37 73

 

Bezirk Markus:
Birgit Worms-Nigmann
0231-83 34 35

 

Bezirk Paulus:
Ekkehard Brach
0231-82 56 71

Sandra und
Friedrich Laker
0231-81 93 02

 

 

Luther-Zentrum:
Manfred Wolf
0171-8 10 25 01

 

Markus-Zentrum:
Claudia Königstein
0231-99324868
0163-6 34 91 23

 

Paulus-Zentrum:
Elke Gerstenberg
0151-27144594

 

 

 

 

Wenn Sie nicht sicher sind, zu welcher Gemeinde Sie gehören: Hier finden Sie den Namen und die Kontaktdaten Ihrer Kirchengemeinde: Gemeindesuche

Meldungen aus der Landeskirche

24.11.2020

Soforthilfe für Partnerkirche nach Tropenstürmen in den Philippinen

24.11.2020

Augustinus Purba, Moderator der Protestantischen Karo-Batak Kirche, an den Folgen seiner COVID-19-Erkrankung verstorben

19.11.2020

Digitale Möglichkeiten auch künftig genutzt / Die „Frage nach Gott“ wird intensiv diskutiert

Gottesdienste

Sonntag, 29.11.2020 10.00 Uhr
Gottesdienst

Dortmund: Lutherkirche, Flurstraße 41 Pfarrerin Carola Theilig

Samstag, 5.12.2020 18.00 Uhr
Atempause

Dortmund: Lutherkirche, Flurstraße 41 Pfarrerin Carola Theilig

Sonntag, 6.12.2020 10.00 Uhr
internationaler Gottesdienst

Dortmund: Markuskirche, Gut-Heil-Straße 14 Pfarrerinnen Carola Theilig u. Birgit Worms-Nigmann

Sonntag, 13.12.2020 10.00 Uhr
Gottesdienst mit Vokalquartett vierkommafünf

Dortmund: Pauluskirche, Schützenstraße 35 Pfarrer Ekkehard Brach

Sonntag, 20.12.2020 10.00 Uhr
Gottesdienst

Dortmund: Lutherkirche, Flurstraße 41 Vikarin Verena Tigges

Donnerstag, 24.12.2020 14.30 Uhr
Ökumenische Familienweihnacht zw. Lydia und Dreifaltigkeit

Dortmund: Lutherkirche, Flurstraße 41 Pfarrerin Carola Theilig

Donnerstag, 24.12.2020 16.00 Uhr
Offene Kirche mit Hirtenfeuer

Dortmund: Markuskirche, Gut-Heil-Straße 14 Pfarrerin Birgit Worms-Nigmann

Donnerstag, 24.12.2020 16.00 Uhr
Weihnachtliche Andacht

Dortmund: Pauluskirche, Schützenstraße 35 Pfarrerin Sandra Laker

Donnerstag, 24.12.2020 17.00 Uhr
Weihnachtliche Andacht

Dortmund: Pauluskirche, Schützenstraße 35 Pfarrerin Sandra Laker

Donnerstag, 24.12.2020 23.00 Uhr
Christmette mit viel Musik

Dortmund: Pauluskirche, Schützenstraße 35 Pfarrer Ekkehard Brach