Gemeinsam Kirche sein -
Internationale Gemeinde

Ein Projekt der Lydia-Gemeinde im Dortmunder Norden

Was wir wollen

Im Jahr 2020 wollen wir, die Evangelische Lydia-Kirchengemeinde, international sein. Christinnen und Christen anderer Sprache und Herkunft haben dann bei uns eine Heimat gefunden haben. Deutsch- und anderssprachigen Christinnen und Christen in der Nordstadt gestalten miteinander ihre Gemeinde.

„Als evangelische Christinnen und Christen sind wir mit kultureller Vielfalt ein wichtiger Teil der Nordstadt. Wir sind weltoffen und interessieren uns für jeden Menschen, der unsere Gemeinschaft bereichert und der sie braucht“, heißt es im Leitbild unserer Gemeinde.

Das Vorhaben: Die in der Nordstadt lebenden Migrantinnen und Migranten sollen mit ihren unterschiedlichen Biografien und Frömmigkeitsstilen Teil unserer Gemeinde und im Gemeindeleben sichtbar werden.

Auf dem Weg dorthin haben wir uns einiges vorgenommen. Das beginnt damit, dass alle neu zugezogenen Gemeindeglieder anderer Herkunft und Sprache besucht werden und dass bei Amtshandlungen deren Traditionen und Bräuche berücksichtigt werden. Doch hört es damit noch lange nicht auf: es werden internationale Gottesdienste gefeiert und bei der nächsten Presbyteriumswahl sollen auch Gemeindeglieder anderer Sprache und Herkunft kandidieren.

Die Zukunft der Gemeinde, ja überhaupt der evangelischen Kirche in Deutschland, ist nicht ohne Migrationsgemeinden zu denken. Deshalb ist das Vorhaben „Gemeinsam Kirche sein – Internationale Gemeinde“ auch ein Pilotprojekt der Evangelischen Kirche von Westfalen.

 Wo wir leben

Vom Hafen über den Nordmarkt bis zum Borsigplatz – das ist die nördliche Innenstadt von Dortmund. Und das ist das Gemeindegebiet der Evangelischen Lydia-Kirchengemeinde. Hier leben mehr als 53.000 Menschen, beinahe 35.000 haben einen Migrationshintergrund. Sie kommen aus mehr als 140 Nationen. Die meisten der Menschen sind muslimischen Glaubens, doch auch viele Christinnen und Christen sind darunter. Sie treffen sich in der Regel in ihren Gemeinden anderer Sprache und Herkunft. Doch auch in unseren sonntäglichen Gottesdiensten und Familiengottesdiensten feiern sie mit. Ihre Kinder gehen in unsere Kindertagesstätten. Und: die Bitten von Migrantinnen und Migranten, sich taufen zu lassen, nehmen zu.

 Was wir glauben

„Suchet der Stadt Bestes und betet für sie“ heißt es bei Jeremia 29,7. Das Beste für die Stadt, so unsere Überzeugung, ist ein friedliches Zusammenleben aller. Als einen Beitrag in unserem Stadtteil wollen wir deshalb Christinnen und Christen anderer Sprache und Herkunft in unserer Mitte aufnehmen. Sie sollen bei uns Einheimische sein, keine Gäste. Denn bei aller Gastfreundschaft bleiben Gäste letztendlich Fremde. Doch durch den gemeinsamen Glauben an Jesus Christus werden wir zu Geschwistern. Geschwister dürfen unterschiedlich sein, weil sie einander in ihrer jeweiligen Einzigartigkeit akzeptieren.

Was wir schon machen

Wir sind eine einladende und gastfreundliche Gemeinde. Deshalb feiern bei uns bereits seit einigen Jahren in der Luther-Kirche eine tamilische und in der Markus-Kirche eine koreanische Gemeinde ihre Gottesdienste. Eine afrikanische Band, die die französischsprachigen Gottesdienste in St. Marien begleitet, probt bei uns im Markus-Zentrum. Außerdem engagiert sich die koreanische Gemeinde hier bei einem Frühstück für Bedürftige. Im Luther-Zentrum bietet ein afrikanisches Gemeindeglied eine Gebetsgruppe in englischer Sprache an. Darüber hinaus finden regelmäßig internationale Gottesdienste statt und wir laden zu einem internationalen Bibelkreis ein.

 

Information und Kontakt:

Pfarrerin Carola Theilig: Telefon: 0231/ 81 37 73; E-Mail: carola.theilig@lydia-do.de

Pfarrerin Birgit Worms-Nigmann: Telefon: 0231/ 83 34 35; E-Mail: birgit.worms-nigmann@lydia-do.de

Kristina Bernhard, Gemeindebüro: E-Mail: international@lydia-do.de

Veranstaltungen und Termine

Samstag, 21.10. 16 Uhr
Internationaler Bibelkreis

Dortmund: Markus-Zentrum Harriet Kaddu-Knabe

Donnerstag, 9.11. 19:30 Uhr
Projektgruppe internationale Gemeinde

Dortmund: Luther-Zentrum